
Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Familien, Studentinnen und Studenten, Menschen mit geringem bis normalem Einkommen.
Jetzt hat dies auch die Sozialdezernentin Marlis Bredehorst amtlich bestätigt.
Dem Kölner Stadt-Anzeiger sagte Sie, die Wohnungslage in Köln sei „dramatisch“. In Köln haben etwa 50 Prozent der Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch auf den Wohnberechtigungsschein.
Der nützt aber nichts, wenn es keine entsprechenden Wohnungen gibt. Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig öffentlich geförderter Wohnungsbau ist. Die Position der SPD, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch und verstärkt in öffentlich geförderte Wohnungen zu investieren, stellt sich einmal mehr als richtig heraus. (
Wohnungsbauprogramm 2015 – Antrag der SPD-Fraktion,
Koalitionsvereinbarung von SPD und Grünen 2006,
Koalitionsvereinbarung 2010). 1000 Wohnungen pro Jahr war und bleibt unser Ziel. Der Bedarf ist leider weiterhin ein vielfaches, Tendenz: steigend. Auch zeigt dies, wie richtig es war, konsequent gegen den Verkauf öffentlicher Wohnungsbauunternehmen zu stimmen.
So zuletzt die LEG in Düsseldorf (100.000 Wohnungen) und die GAG in Köln (40.000 Wohnungen). Letzteres konnten wir zum Glück verhindern. CDU und FDP wollten noch vor Kurzem 40.000 Wohnungen in Köln an einen privaten Investor verkaufen, für etwa 14.000 Euro pro Wohnung. Statt privaten Immobilieninvestoren 10 Prozent des Kölner Wohnungsmarktes zu Dumping-Preisen zu überlassen, gilt es, das Heft des Handelns in den eigenen Händen zu behalten und den öffentlich geförderten Wohnungsbau auszuweiten.
© Martin Börschel